kinokino

3:15 AM-3:35 AM one
Mittwoch 11/29/2023
 D   2023
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Ridley Scotts Feldherren-Epos – "Napoleon" Er war Kaiser, Egoman und Schlachtenlenker: Napoleon Bonaparte, der Anfang des 19. Jahrhunderts zu den einflussreichsten Herrschern Europas zählte. Stanley Kubrick scheiterte zeit seines Lebens an einem Film über ihn, aber wenn einer wuchtige Historiendramen realisieren kann, dann Ridley Scott. Mit bald 86 Jahren legt er nun sein Epos "Napoleon" vor, in dem es um Bonapartes Weg zur Macht und seine grosse Liebe zu Joséphine geht. Besetzt mit Joaquin Phoenix und Vanessa Kirby in den Hauptrollen, fragt "kinokino": Ist "Gladiator"-Schöpfer Scott der nächste spektakuläre Action-Wurf gelungen – oder ist das Epos eher ein filmisches Waterloo? Der "Anwalt der Schwachen" tritt ab – Ken Loachs "The Old Oak" Seit Jahrzehnten dreht der Brite Ken Loach Filme, die den sozial Benachteiligten am Rand der Gesellschaft eine Stimme geben. Mit 87 Jahren ist für ihn Schluss und er erzählt mit "The Old Oak" seine letzte Geschichte. Sie spielt in einem Küstenort im Nordosten Englands, wo syrische Flüchtlinge von den Einheimischen wenig freundlich empfangen werden. Die einst blühende Bergbaugemeinde ist verfallen, die Menschen dort frustriert. Und so gerät ein Wirt, der seinen verwahrlosten Pub zu einem Ort der Begegnung machen will, zwischen die Fronten. Ein letztes Mal verschiedene Standpunkte zeigen und ein Zeichen der Hoffnung setzen. Warum Loach und seinem Drehbuchautor Paul Laverty "The Old Oak" zum Ende eines Filmschaffens so wichtig war, erzählen sie in "kinokino". Frauengespräche in der Schwitzhütte – "Smoke Sauna Sisterhood" Im Gegensatz zum finnischen Saunieren mit einem schnellen Wechsel zwischen starker Hitze und Abkühlungsphasen wird die Rauchsauna erst lang vorgeheizt und dann beim Abkühlen für mindestens drei Stunden genutzt. Das lässt im Falle des Dokumentarfilms "Smoke Sauna Sisterhood" estnischen Frauen Zeit, ausführlich intime Gespräche zu führen. In einer entlegenen Holzhütte zwischen Wald und See drehte Filmemacherin Anna Hints sieben Jahre und viele Saunasitzungen lang auf engstem Raum ihr mal herrlich lustiges, mal bedrückendes Langfilmdebüt, das von Estland fürs Oscarrennen im kommenden Jahr eingereicht wurde. Passenderweise, denn 2023 ist in Estland das "Jahr der Sauna". "kinokino" traf Anna Hints abseits der Schwitzhütte, um mehr über ihre Eindrücke zu erfahren. Ausserdem der vermutlich letzte Film der britischen Schauspiel-Legende Michael Caine: "In voller Blüte". Und eine Kritik zum deutschen Debütfilm "Dead Girls Dancing" über drei Freundinnen, die fernab von Zukunftsplänen und Erwartungen der Eltern auf einen Roadtrip durch Italien gehen.


Subtitle: Das Filmmagazin

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