Maggies Plan

11:40-13:20 SF 2
Samstag 2019-09-28
 USA   2015
Maggies Plan

Eigentlich ist Maggie (Greta Gerwig) mit ihrem Leben ganz zufrieden: Sie lebt in New York, hat eine vielversprechende akademische Karriere vor sich und einen netten Ex-Freund, Tony (Bill Hader), mit dem sie bestens auskommt. Zum perfekten Glück fehlt der Mittdreissigerin eigentlich nur noch eines, ein Kind. Doch wie es scheint, ist die quirlige und leicht chaotische Maggie für Langzeitbeziehungen nicht wirklich geeignet ist, die längste Beziehung ihres Lebens dauerte ganze sechs Monate. Deshalb beschliesst sie, ihren Traum mithilfe von künstlicher Befruchtung zu verwirklichen. Der geeignete Samenspender findet sich in ihrem alten Klassenkollegen Guy (Travis Fimmel). Er ist bereit, in eine Vaterschaft ohne gegenseitige Ansprüche einzuwilligen, im Moment ist er eh gerade damit beschäftigt, ein Business mit eingelegten Gurken aufzuziehen und hätte gar keine Zeit für ein Kind. Doch just in dem Moment, in dem Maggie zur Tat schreiten will, klingelt es. Vor der Haustür steht ihr neuer Nachbar John (Ethan Hawke), mit dem sie bereits vor Kurzem wegen eines verwechselten Schecks zu tun hatte und der ihr gleich nach ihrem ersten intensiven Gespräch das Manuskript seines unvollendeten Romans zum Lesen gegeben hatte. Der Abend verläuft in der Folge höchst angeregt — und endet im Bett. Die beiden beginnen eine Beziehung. Allerdings verschweigt John Maggie anfangs, dass er zwei Kinder und eine Ehefrau hat, zu der er ein höchst schwieriges Verhältnis hat. Das liegt unter anderem daran, dass die ehrgeizige Georgette (Julianne Moore) um einiges erfolgreicher ist in ihrer Karriere als John, der sich gerne als Künstler und Lebemann sieht. Als Maggie schwanger wird, lässt er sich scheiden, um mit ihr eine neue Familie zu gründen. Bald schon wird die leidenschaftliche Liebesbeziehung von einem komplexen Patchworkfamilienalltag abgelöst. Und Maggie muss schauen, dass sie sich selbst nicht untreu wird und als traditionelles Hausmütterchen endet. Sie schmiedet deshalb einen neuen Plan. Drehbuchautorin und Regisseurin Rebecca Miller hat in ihren Filmen schon immer ein Flair für das genaue Beobachten von allzu Zwischenmenschlichem bewiesen. Die Werke der Tochter von Arthur Miller und der Ehefrau von Daniel Day-Lewis werden deshalb häufig mit denjenigen Woody Allen verglichen. So auch "Maggies Plan" in "Die Zeit": "Miller hat, wenn man so will, aus den Screwball-Komödien der Cary-Grant-Ära und Woody Allens New-York-Trilogie ein neues Genre entworfen: die Liebesanalyse für den intellektuellen Hipster. Zentrales Element — auch das eine Hommage an Woody Allen — ist der selbstironische Blick auf eine Akademikerelite, die nur um sich selbst kreist. Man spürt, dass Miller, die als bildende Künstlerin, Schauspielerin, Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin gearbeitet hat, den amerikanischen Kulturbetrieb sehr genau kennt."


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Original titel: Maggie's Plan Subtitle:

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