The Cotton Club

02:15-04:15 ARD
Donnerstag 2019-05-30
 USA   1984
The Cotton Club

Gangsterboss Dutch Schultz (James Remar) ist Stammgast in Harlems Cotton Club, der Owney Madden (Bob Hoskins) gehört. Dort verkehrt die New Yorker High Society ebenso wie die Unterwelt und amüsiert sich bei heisser Jazzmusik und nicht minder heissen Tanznummern. Eines Nachts entgeht Dutch Schultz im Cotton Club mit knapper Not und mit Hilfe des jungen Jazztrompeters Dixie Dwyer (Richard Gere) einem Bombenanschlag rivalisierender Gangster, und da ihm Dixie sehr gut gefällt, protegiert er ihn fortan. Vor allem soll Dixie auf Vera Cicero (Diane Lane), Dutchs junge Geliebte, aufpassen. Dass die beiden sich dabei ineinander verlieben, hat der jähzornige Gangster allerdings gar nicht gern. Auch für Dixies Bekannten, den schwarzen Stepptänzer Dalbert "Sandman" Williams (Gregory Hines), ist das Leben im Cotton Club nicht einfach, sondern ein steter Kampf: um die Liebe der schönen Tänzerin Lila Rose Oliver (Lonette McKee), um den beruflichen Durchbruch und gegen den täglichen Rassismus, den sich Lila und er als Schwarze gefallen lassen müssen. Owney Madden ebnet Dixie Dwyer den Weg nach Hollywood; von dort kehrt Dixie als Filmstar nach Harlem zurück, wo sich Vera inzwischen von Dutch Schultz einen eigenen Nachtklub finanzieren liess. Dixie braucht die Protektion des Gangsters jetzt nicht mehr, aber bei Vera steht dieser ihm nach wie vor im Weg. Der Cotton Club im New Yorker Stadtteil Harlem war in den Jahren 1923 bis 1936 der berühmteste Nachtklub Amerikas; dort begannen viele künstlerische Karrieren, verkehrten die Reichen und arrivierte Halunken. Die auftretenden Künstler — vorwiegend Schwarze — spielten, sangen und tanzten für ein ausschliesslich weisses Publikum; als Gäste wurden Schwarze in dem mondänen Luxusetablissement nicht geduldet. Francis Ford Coppola machte den legendären Klub zum Zentrum eines hinreissenden Filmspektakels, in dem vor dem Hintergrund von Prohibition und Wirtschaftskrise ein turbulentes Kapitel amerikanischer Showgeschichte aufgeblättert wird. Unter enormen Produktionskosten (57 Millionen Dollar) entstand ein atmosphärisch ungemein dichtes Tableau tänzerischer und musikalischer Glanznummern — "ein Fest für die Sinne", wie ein Kritiker schrieb. Kontrapunktiert wird das Feuerwerk virtuoser Showdarbietungen von explosiven Gangsterschlachten, die ihren Showcharakter ebenfalls nicht verleugnen.


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