Legal, sicher, christlich

11:18-12:03 3sat
Mittwoch 2019-03-27
 D   2018
Legal, sicher,...
Legal, sicher,...

Nach einem Bootsunglück vor Lampedusa, bei dem fast 400 Flüchtlinge wenige Seemeilen vor der Küste ertranken, haben christliche Organisationen zwei Hilfskorridore nach Europa geschaffen. Die Journalistin Ellen Trapp hat mehrere Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Italien begleitet. Der Film zeigt, wie sie dort ein neues Leben beginnen und mit welcher Motivation die christlichen Fluchthelfer handeln — allen nationalistischen Kräften zum Trotz. Im Oktober 2013 ertranken fast 400 Flüchtlinge wenige Seemeilen vor Lampedusa. "Schande", rief damals Papst Franziskus in Richtung Europa. Für viele Katholiken und Protestanten in Italien war das eine Tragödie, die sie so nicht hinnehmen wollten. Waldenser, Caritas und die Laienvereinigung Sant' Egidio beschlossen eine Initiative. Ihr Ziel: legale Fluchtmöglichkeiten zu schaffen. Sie organisierten einen humanitären Korridor. Vor allem schutzbedürftige Menschen aus Syrien, geflüchtet in den Libanon, sollten die Möglichkeit erhalten, legal und auf sicherem Weg nach Italien zu reisen, um sich dort ein neues Leben aufbauen zu können. Rund tausend Visa wurden vergeben und Menschen mit "christlichem Flugticket" aus dem Libanon nach Italien geflogen. Inzwischen ist ein weiterer humanitärer Korridor entstanden. Er führt von Äthiopien nach Italien. Diejenigen, die ausgewählt werden, können ihr Glück kaum fassen. Doch warum wurden genau sie ausgesucht? Die im Nachbarzelt lebende Familie bräuchte doch die gleiche Hilfe! Warum ist der eine besonders schutzbedürftig, der andere aber nicht? Gibt es einen Kriterienkatalog, nach dem gehandelt wird? In Äthiopien warten angeblich rund 800 000 Flüchtlinge darauf, eines der begehrten Flugtickets und damit ein Visum für Italien zu erhalten. Ist ihr Schicksal am Ende der Entscheidung einer Handvoll christlich motovierter Helfer überlassen?


Subtitle: Fluchthilfe im Namen des Papstes

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